Das GSW NRW e.V. BarCamp am 24. Juni 2015 „Innovationen für die Sicherheit von kritischen Infrastrukturen, Liegenschaften, Gebäuden und Baustellen“ war für die meisten der über 30 Teilnehmer „Neuland“ in dieser Form einer Veranstaltung. Auch Dr. Uwe Birk, vom Gastgeber Enterprise Europe Network bei ZENIT GmbH, der die Gäste herzlich begrüßte, war freudig neugierig auf das, was ihn erwartete.

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Dr. Uwe Birk, Zenit / Enterprise Europe Network für Nordrhein-Westfalen NRW.Europa

Das Thema „Öffentliche Sicherheit“ gewinnt angesichts globaler Entwicklungen und Ereignisse der letzten Jahre zunehmend an Bedeutung und ist eine der Herausforderungen, die unsere Gesellschaften bewegt. Daher war das BarCamp auch für Wirtschafts-/Konsortial- und Forschungsprojekte (Horizon 2020) angedacht. Dr. Birk ging in seiner Vorstellung der Zenit auf die einzelnen Möglichkeiten der Förderung, auf europäischer aber auch auf deutsche Möglichkeiten ein (Dank an den Gastgeber Dr. Birk und sein Team von Zenit für die hervorragende Organisation und Bewirtung). Die Europäische Kommission hat das Thema aufgriffen und stellt jährlich etwa 250 Mio. € für anwendungsorientierte Forschungs- und Innovationsvorhaben bereit.

Was bietet Horizon 2020?
Das Programm umfasst für die Jahre 2014 bis 2020 ein Fördervolumen für die gesamte EU von über 70 Milliarden Euro und ist das weltweit finanzstärkste Forschungsförderprogramm. 20% der Budgets aus den Schwerpunkten 2 und 3 sollen an KMU vergeben werden.

• Eine Förderung von bis zu 100 % der direkten Kosten plus 25 % Pauschale für indirekte Kosten (Overhead)
• Mehr Flexibilität und einfachere Beteiligungsregeln, zum Beispiel Verzicht auf Zeiterfassung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Vollzeit in einem Projekt arbeiten
• Internationale Sichtbarkeit und wissenschaftliche Reputation für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
• Chancen auf exzellente internationale und inter-disziplinäre Konsortien aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen
• Individuelle Förderung und Stipendien zur Laufbahnentwicklung
• Chancen auf die Besetzung neuer Forschungsfelder
• Langfristige Netzwerkeffekte (zum Beispiel Folgeprojekte anderer Mittelgeber, Folgeaufträge)

Wichtig:
• In der Regel muss immer mindestens ein wissenschaftlicher Partner beteiligt sein. Gilt nicht für KMU-Instrument und Fast Track to Innovation.
• Die Partner bilden gemeinsam ein Konsortium. Dieses muss komplementär sein, d.h. für jedes Arbeitspaket gibt es jeweils einen Experten.
• An einem Kooperationsprojekt in Forschung oder Innovation müssen mindestens drei voneinander unabhängige Einrichtungen aus jeweils drei unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten oder assoziierten Staaten beteiligt sein. Es kann vorteilhaft sein, wenn die Anzahl der Partnereinrichtungen weit über dieser Mindestanforderung liegt.

Die Zenit bietet den Teilnehmern eine kostenlose Erstberatung und Unterstützung bei der Antragstellung an.

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Jochen Schumacher von Erdebene leitet das BarCamp, begrüßt die Teilnehmer und führt in die Thematik BarCamp ein

Ziel des BarCamps war es, Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der „Infrastrukturentwicklung“, der „Sicherheitstechnologie“ und dem Kreis der „Sicherheitsexperten“ eine Diskussionsplattform zu bieten, um sich zu selbst eingebrachten Themen auszutauschen, sich kennen zu lernen, Ansätze für zukünftige Innovationsprojekte zu finden und die passenden Fördermöglichkeiten auszuloten.

Für diesen themenoffenen Ansatz haben sich „BarCamps“ bewährt. BarCamps sind, kurz gesagt, eine Folge von Workshops, deren Themen aus dem Kreis der Teilnehmenden kommen und die von interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst moderiert werden können. Bei der Anmeldung bestand bereits die Möglichkeit, Vorschläge für die Themen der Workshops zu übermitteln.

Themenoffenheit bestimmte das flexibel gestaltete Veranstaltungsprogramm, das auch jederzeit Anderungen zuließ. Vorgesehen waren  drei Sessions mit jeweils drei parallel laufenden 45-minütigen Workshops, über deren Besuch die Teilnehmer selbst bestimmten. Jede Session endete mit einer kurzen Präsentation der jeweiligen Diskussionsschwerpunkte im Plenum. Die Veranstaltung selbst endete mit einer Gesamtzusammenfassung und einer Diskussion. Zusammen mit den vorgesehenen Freiräumen für individuelle Gespräche wurden  die aktuellen Interessensbrennpunkte der sicherheitstechnischen Wirtschaft identifiziert und daraus können nun Projekte abgeleitet werden.

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Die ersten Teilnehmer treffen ein

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Das Plenum stellt die Themen vor

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Vorstellung der Teilnehmer an der Pinnwand mit Bild

 

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Die Themen stehen fest – jetzt kann es losgehen

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Die Sessions beginnen

 

 

 

 

 

 

 

 

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Erste Session vorbei – jetzt Mittagspause und Austausch der Meinungn

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Nach der Kaffeepause die dritte Session

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Das Ende GSW-BarCamp mit GetToGether: Jochen Schumacher, Erdebene, Dr. Birk, Zenit, Hanswilm Rodewald, Geschäftsführer GSW

Übersicht der Workshops im BarCamp „Innovationen für die Sicherheit von kritischen Infrastrukturen“

BarCamp-Session I
– Brandschutz

– Trackiing / Tracing mit Geofencing
– Sicherheit auf Baustellen
– Freilandüberwachung auf Laserbasis

BarCamp-Session II
– Black Out Szenarien
– Social Media im Bevölkerungsschutz
– Sichere Stromversorgung

– Netze und IT Sicherheit

– Mobile Brückensysteme /Schwimmgeräte

BarCamp-Session III
– Zugangssicherung ohne Baumaßnahmen

– Datennetze / Infrastruktur

– Architektur und Sicherheit
– Grenzen der Individualisierung von Sicherheitselementen

 Die Resumées der einzelnen Sessions erfolgen hier in Kürze:

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